Cuxhaven

500 Millionen Euro für Offshore-Logistikzentrum

Mit dem Ausbau des Hafens "Cuxport" soll Cuxhaven zu einem der führenden Standorte der Windenergie-Branche werden.

Cuxhaven. Mit einem Aufwand von insgesamt rund 500 Millionen Euro soll der Hafen „Cuxport“ in Cuxhaven zu einem führenden Logistikzentrum für die Offshore-Windenergiebranche ausgebaut werden. Knapp 300 Millionen Euro seien bereits von öffentlicher und privater Hand investiert worden, sagte der Vorsitzende der Hafenwirtschaftsgemeinschaft, Hans-Peter Zint, am Freitag. Mit dem Bau einer Schwerlastplattform und eines speziellen Offshore-Terminals habe sich der Standort deshalb schon erfolgreich am Markt etablieren können. Das Land Bremen plant im benachbarten Bremerhaven ebenfalls den Bau eines Basishafens für die geplanten Nordsee-Windparks.

Mit seiner Erreichbarkeit für Schiffe jeder Größenordnung und kurzen Entfernungen zu den geplanten Windpark-Baustellen ist „Cuxport“ für Zint der ideale Logistikstandort. Zudem sei der Hafen seit 2005 speziell für den Umschlag von schweren und großen Bauteilen ausgerüstet worden: „Das zahlt sich jetzt aus.“ Nachdem Cuxhaven im Wettbewerb um den Tiefwasserhafen gegen Wilhelmshaven verloren hatte, ließ das Land Niedersachsen „Cuxport“ seit 2003 zum Mehrzweck- und Offshore-Basishafen ausbauen. Bislang seien von öffentlicher Seite rund 170 Millionen Euro und von Privatunternehmen mehr als 100 Millionen Euro investiert worden, rechnete Zint vor.

Während das Land die Kajen und die Hinterlandflächen finanzierte, wurden die Privatinvestitionen weitgehend für Produktionsstätten ausgegeben. In Cuxhaven werden Turmsegmente sowie Stahlfundamente für Offshore-Windräder hergestellt. Laut Zint gibt es ernsthaftes Ansiedlungsinteresse internationaler Konzerne, die in das von deutschen Unternehmen geprägte Offshore-Geschäft einsteigen wollen.

Bis Ende 2012 erwartet Zint weitere private Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro in Umschlagsanlagen. Ähnlich viel hält das Land Niedersachsen für die Hafenerweiterung bereit. Zwischen den bislang existierenden Hafenflächen ist noch Platz für drei weitere Schiffsliegeplätze. Das Offshore-Geschäft macht laut Zint derzeit etwa fünf Prozent des Gesamtumschlages aus. In 2010 wurden in Cuxhaven insgesamt rund 1,8 Millionen Tonnen Fracht bewegt. „Cuxport“ ist auf den Umschlag von Papier, Stahl, Container, Stückgut und Papier von und nach Schweden und Großbritannien spezialisiert. (dpa)