Fehmarnbelt-Brücke könnte eine Milliarde Euro mehr kosten

Kopenhagen. Die Ostsee-Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark über den Fehmarnbelt wird wahrscheinlich deutlich teurer als bisher geplant. Wie die Zeitung "Jyllands-Posten" berichtet, werden die Kosten für den Bau einer 19 Kilometer langen Brücke zwischen Puttgarden und dem dänischen Rødby jetzt auf 5,5 statt bisher 4,5 Milliarden Euro veranschlagt. Das Blatt berief sich auf "Projektkreise".

Nach der 2008 zwischen der Bundesregierung und Dänemarks Regierung unterzeichneten Absichtserklärung sollen die Dänen die Kosten für die Querung selbst tragen. Im deutschen Budget sind 800 Millionen Euro für die Anbindung an den Straßen- und Bahnverkehr eingeplant. Der Bundesrechnungshof hatte 2009 erklärt, eine Verdoppelung dieser Kosten für Deutschland müsse als möglich gelten. Nach den neuen Zahlen würde eine Brücke genauso teuer wie ein Tunnel werden.

Bisher hatten die dänischen Planer stets erklärt, eine Brücke sei billiger und deshalb auch wahrscheinlich. Mit der für 2018 anvisierten Fertigstellung würde sich die Fahrzeit zwischen Hamburg und Kopenhagen von gut vier auf drei Stunden verkürzen.