Schönes Fernweh nach einer anderen Zeit

Rostock. Eine "äußerst zufriedenstellende Bilanz" hat der Chef-Organisator Holger Bellgardt zur 20. Hanse Sail gezogen, die am Sonntag zu Ende ging. "Es hat alles geklappt, was wir uns vorgenommen haben." Knapp 250 Traditionssegler und Museumsschiffe aus 13 Ländern waren zu dem viertägigen Ereignis nach Rostock gekommen und lockten rund eine Million Besucher an.

Da der Wind meist aus nördlichen Richtungen kam, hätten die Schiffe zur Begeisterung der Gäste bei den Ausfahrten teilweise schon auf der Warnow die Segel setzen können. Das Wetter hatte bis auf Donnerstagnachmittag auch mitgespielt, als es kurzzeitig richtig prasselte. Bellgardt bezeichnet dies aber als "erfrischenden Auftakt". Auch am Sonntag tröpfelte es zeitweise.

Nach Polizeiangaben gab es keine Zwischenfälle. Auch die Bahn, die rund 90 Sonderzüge aus Berlin, Hamburg und Stralsund einsetzte, meldete einen reibungslosen Ablauf.

Höhepunkte der Veranstaltung waren jeweils die Geschwader-Ausfahrten am Wochenende. Wie an einer Perlenkette aufgezogen, fuhren die Schiffe an den Besuchern vorbei, die sich an der Warnow eingefunden haben. Auch die Feuerwerke von Warnemünde entlang der Warnow bis hin zum Stadthafen begeisterte die Menschen.