Wanderfalken fühlen sich wieder wohl in Schleswig-Holstein

Tönning. Das Jahr 2010 ist für die Wanderfalken im Nationalpark Wattenmeer ein gutes Jahr gewesen. Insgesamt wurden in diesem Sommer acht Wanderfalken-Küken vor Schleswig-Holsteins Nordseeküste flügge. Damit setze sich die erfolgreiche Verbreitung der scheuen Vögel weiter fort, sagte Vogelexperte David Fleet von der Nationalparkverwaltung am Donnerstag in Tönning (Kreis Nordfriesland). Im Nationalpark leben drei Paare Wanderfalken auf Süderoogsand, Norderoogsand und auf Trischen. Wanderfalken sind hoch spezialisierte Vogeljäger, stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten und sind streng geschützt. Zeitweise galt die Art in weiten Teilen Nordeuropas als ausgestorben, erst Anfang der 80er-Jahre erholte sich der Bestand. Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer brüten die Greifvögel seit dem Jahr 1995. Für ihren Nachwuchs bauen sie keine Nester, sondern nutzen vorhandene Höhlen oder brüten auf dem Boden.