Aufenthaltsgenehmigungen

Bestechlichkeit? Lübecker Ausländerbehörde durchsucht

Bei der Durchsuchung mit 40 Beamten sei umfangreiches Aktenmaterial beschlagnahmt worden.

Lübeck/Kiel. 40 Beamte von Bundespolizei und Landeskriminalamt Schleswig-Holstein haben die Büroräume der Ausländerbehörde in Lübeck durchsucht. Hintergrund sei der Verdacht der Bestechlichkeit gegen eine ehemalige Mitarbeiterin der Behörde, so die zuständige Staatsanwaltschaft Kiel. Die Frau soll Ausländern zu Unrecht Aufenthaltsgenehmigungen erteilt haben. Bei der Durchsuchung sei umfangreiches Aktenmaterial beschlagnahmt worden, das jetzt ausgewertet werde, heißt es in der Mitteilung weiter.

Seit September ermitteln die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung in Rostock und das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein gegen die Frau. Dabei ging es zunächst um 23 Fälle. Die Hansestadt Lübeck selbst hatte wegen dieses Verdachts Anzeige erstattet und nach Aufdeckung der Taten die Mitarbeiterin fristlos entlassen. Die Ermittlungen hätten Anhaltspunkte für weitere Fälle ergeben, deshalb solle jetzt der gesamte Aktenbestand der Behörde überprüft werden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.