Atomares Lager wird abgerissen

Lubmin. Auf dem Gelände des früheren Kernkraftwerks in Lubmin hat der Abriss des Zwischenlagers für abgebrannten Brennstoff begonnen. Spezialisten einer sächsischen Firma tragen die Betonhülle des 30 Meter hohen Gebäudes bis zum Frühjahr 2010 vollständig ab, wie die Sprecherin der Energiewerke Nord (EWN), Marlies Philipp, sagte. Das ein Hektar große Gelände soll danach für Industrieansiedlungen zur Verfügung stehen. Das Zwischenlager war 1985 in Betrieb genommen worden. In ihm wurden die Brennstäbe aus den DDR-Atomkraftwerken Rheinsberg und Lubmin in vier Wasserbecken zwischengelagert, weil die Sowjetunion Ende der 1970er-Jahre die Rückführung der Brennstäbe ausgesetzt hatte, wie Philipp sagte. Insgesamt lagerten dort 4500 Brennstäbe, bevor sie nach der Stilllegung des Kernkraftwerks ins Zwischenlager Nord gebracht wurden.