Positive Bilanz

Im Metronom bleibt die Bierflasche zu

Betreuer mussten auf 130 Zugfahrten zwölf Gelbe Karten an Alkohol trinkende Reisende verteilen.

Hamburg. Das erste Alkoholverbot in Zügen eines deutschen Eisenbahnunternehmens wird von den Reisenden fast durchgängig befolgt. Die Fahrgastbetreuer der Metronom Eisenbahngesellschaft hätten am ersten Tag des Alkoholverbotes während 130 Zugfahrten lediglich zwölf Gelbe Karten an Alkohol trinkende Reisen verteilen müssen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Montag in Uelzen. In den Metronom-Zügen, die unter anderem zwischen Göttingen, Hannover, Hamburg und Bremen verkehren, darf seit Sonntag kein Alkohol mehr konsumiert werden.

Insgesamt hätten die Züge der Metronom am Sonntag etwa 80.000 Fahrgäste befördert. „Das Verbot stößt auf große Akzeptanz“, sagte die Sprecherin der nach eigenen Angaben größten nicht bundeseigenen Bahngesellschaft weiter. Sogar in den Zügen, die am frühen Sonntagmorgen vorwiegend junge Leute aus Großstädten zurück in ihre Heimatorte gebracht hätten, sei die Situation entspannt gewesen. Bislang hätten die Fahrgastbetreuer diese Züge wegen der nach der Disco weiter feiernden Jugendlichen regelrecht gefürchtet.

Die von den Zugbegleitern verteilten Gelben Karten informierten zunächst lediglich über das seit Sonntag geltende Alkoholverbot. Nach Angaben der Unternehmenssprecherin will Metronom ab 1. Dezember Vertragsstrafen von 40 Euro gegen Alkohol trinkende Fahrgäste verhängen. „Wer sich hartnäckig weigert, das Trinken zu unterlassen, muss dann unter Umständen am nächsten Bahnhof aussteigen“, sagte Metronom-Sprecherin Tatjana Festerling.