Fahrer stirbt in den Trümmern

Schweres Busunglück bei Goslar

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Ein Fahrer kam ums Leben, der andere war eingeklemmt und schwer verletzt. Ein Fahrgast schwebte in Lebensgefahr. Die übrigen acht Passagiere, die sich in einem der aufgerissenen und total demolierten Busse befanden, waren ebenfalls verletzt.

Bad Harzburg. Als Eckhard Krebs am Donnerstagmorgen am Unfallort eintraf, bot sich dem Chef der Goslarer Rettungsleitstelle ein Bild des Schreckens: Zwei gasbetriebene Linienbusse waren in der Nähe von Bad Harzburg frontal zusammengestoßen und hatten sich regelrecht ineinander verkeilt.

Ein Fahrer kam ums Leben, der andere war eingeklemmt und schwer verletzt. Ein Fahrgast schwebte in Lebensgefahr. Die übrigen acht Passagiere, die sich in einem der aufgerissenen und total demolierten Busse befanden, waren ebenfalls verletzt. "Und es stank überall nach dem Gas, das aus den Tanks auf den Dächern der Busse strömte", berichtete der Rettungssanitäter. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, sei noch nicht klar, sagte der Sprecher der Polizei, Michael Ahrens.

Kurz nach acht Uhr war der mit neun, überwiegend älteren Fahrgästen besetzte Bus der Verkehrsbetriebe Wernigerode (Sachsen-Anhalt) auf der Landesstraße 501 Richtung Bad Harzburg unterwegs. Die sieben Frauen und zwei Männer stammten alle aus der Region. Die meisten waren offenbar auf dem Weg zum Einkaufen. Kurz hinter der Landesgrenze am Ausgang des Schimmerwaldes geriet der 33 Jahre alte Fahrer auf der gut ausgebauten Straße in den Gegenverkehr.

Dort kollidierte das schwere Fahrzeug mit einem entgegenkommenden Linienbus der Bad Harzburger Verkehrsbetriebe, in dem keine Fahrgäste saßen. Die Busse seien leicht seitlich versetzt mit den Fahrerseiten frontal zusammengestoßen, sagte Polizeisprecher Ahrens. Durch die Wucht des Aufpralls rissen sich die Fahrzeuge gegenseitig seitlich meterweit auf.

Der 40 Jahre alte Fahrer des Bad Harzburger Busses starb noch an der Unfallstelle in den Trümmern. Der Fahrer der Wernigeröder Busses, der am Vortag seinen 33. Geburtstag gefeiert hatte, wurde im Fahrzeugwrack eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr befreit werden und wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber in das Göttinger Universitätsklinikum geflogen. Die verletzten Passagiere wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Da beide Busse mit Gas betrieben werden, habe nach der Kollision vorübergehend die Gefahr einer Explosion bestanden, sagte Polizeisprecher Ahrens. Der Feuerwehr sei es jedoch schnell gelungen, die Tanks, aus denen das Gas strömte, zu verriegeln. Die Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Erst am frühen Nachmittag gelang es, die verkeilten Busse mit schwerem Gerät auseinander zu ziehen. Beide Fahrzeuge sind schrottreif. Der Sachschaden beträgt rund 350000 Euro.

Die Ermittlungen zur Unfallursache liefen am Donnerstagnachmittag auf Hochtouren. Ergebnisse gab es allerdings noch nicht. Die Straße sei zum Unfallzeitpunkt trocken gewesen und es habe gute Sicht geherrscht, sagte der Polizeisprecher. Es gebe auch keine Hinweise auf überhöhtes Tempo.

( dpa )