Schifffahrt: Volltrunkener Kapitän in Elbmündung erwischt

"Bluebird" bitte melden!

Eine Seefahrt, die ist lustig… Für den betrunkenen Kapitän des Containerschiffes „Bluebird“ endete die Reise mit einem Alkotest und über 2000 Euro Strafe.

Cuxhaven. Die Wasserschutzpolizei hat einen 52-jährigen litauischen Kapitän volltrunken am Steuer seines Containerschiffes "Bluebird" erwischt. Die "Bluebird" mit einer Länge von über 67 Meter und über elf Meter Breite, war auf dem Weg von Queensborough (Kanada) nach Liepaja (Lettland). In der Elbmündung fuhr die "Bluebird" dabei zu weit nördlich im Fahrwasser. Anschließend änderte das Schiff den Kurs Richtung Süden und behinderte das einlaufende Seeschiff "Tina". Nachdem das Schiff minutenlang über Funk nicht zu erreichen war, gelang es der Verkehrszentrale Cuxhaven schließlich Kontakt zum Kapitän der "Bluebird" aufzunehmen.

Dem Nautiker vom Dienst fiel dabei die undeutliche Sprache des Mannes auf und er verständigte die Wasserschutzpolizei. Wegen des Sturmes und der schweren See wurden die Beamten vom Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" zur "Bluebird" gefahren. An Bord der "Bluebird" stellten die Polizisten bei dem litauischen Kapitän starken Alkoholgeruch fest. Ein anschließender Alkotest ergab 2,46 Promille. Dem Kapitän wurde im Stadtkrankenhaus Cuxhaven eine Blutprobe entnommen. Die Konsequenzen für den Seemann: Ein Fahrverbot und eine Geldstrafe in Höhe von 2114 Euro.