Peters' Hauskauf empört Metaller

Hannover. IG-Metall-Chef Jürgen Peters steht wegen des Kaufs zweier Villen in Hannover nun auch in den eigenen Reihen in der Kritik. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück forderte in der "B.Z. am Sonntag", Peters solle sich heute bei einem Treffen von Delegierten des Gewerkschaftstages aus Baden-Württemberg zu den Vorwürfen rund um den Kauf äußern. "An der Basis brodelt es. Die Kollegen sind erzürnt", sagte Hück. Der günstige Preis der Immobilie (690 000 Euro) und Peters Pläne, die gemeinsam mit Freunden gekauften Häuser als "Oldie-WG" zu nutzen, waren in Hannover kritisiert worden. Hück, schon während der Führungskrise der Gewerkschaft im Sommer einer der schärfsten Peters-Kritiker, sagte: "Zu einem Rücktritt von Peters will ich noch nicht aufrufen." Sollte der IG-Metall-Chef sich vor Erklärungen drücken, werde er dies aber nicht akzeptieren. Nach Ansicht des Betriebsratschefs würde eine Kündigung der Mieter die Gewerkschaft in ein "schlechtes Licht" rücken: "Das widerspricht den Grundsätzen der IG Metall." Peters hatte die Kritik am Immobilienkauf bereits zurückgewiesen: Er habe nichts Ungesetzliches getan, niemanden unter Druck gesetzt und keine Kündigungen ausgesprochen.