Emden (dpa/lni). Wieder räumt ein französischer Film den Hauptpreis beim Emder Filmfest ab. Eine renommierte Auszeichnung geht zudem an einen bekannten deutschen Schauspieler.

Die französische Komödie „The Marching Band – En Fanfare“ hat bei der 34. Ausgabe des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney den Hauptpreis gewonnen. Stellvertretend für Regisseur Emmanuel Courcol nahm Torsten Frehse vom deutschen Filmverleih den Score Bernhard Wicki Preis in Gold bei der Preisverleihung am Sonntagabend im Emder Festspielhaus entgegen, wie die Filmfestveranstalter mitteilten. Der Film erzählt die Geschichte eines ungleichen Brüderpaars, das versucht, mit seinem Blasorchester einen nationalen Musikwettbewerb zu gewinnen. Die mit insgesamt 15 000 Euro dotierte Auszeichnung für die drei besten Filme erfolgte nach einem Publikumsvotum.

Bereits im vergangenen Jahr hatte ein französischer Spielfilm den Hauptpreis des Filmfestes gewonnen - nämlich „Divertimento – Ein Orchester für alle“. Eine silberne Auszeichnung erhielt am Sonntagabend das norwegische Weltkriegsdrama „Arctic Convoy“. Dritter im Wettbewerb wurde die französische Komödie „Liebesbriefe aus Nizza“. 18 Filme gingen in das Rennen um den Score Bernhard Wicki Preis. In acht Wettbewerben war in diesem Jahr ein Preisgeld von insgesamt 65 500 Euro ausgelobt worden.

Mit dem Emder Schauspielpreis wurde bei der Gala zudem Lars Eidinger ausgezeichnet. Der 48-Jährige nahm den Preis persönlich entgegen. Die Laudatio hatte zuvor die Regisseurin Franziska Stünkel gehalten, die mit dem Schauspieler auch den Film „Nahschuss“ (2021) drehte. Es ist auch einer der sechs Filme mit Eindinger, die als filmische Hommage bei dem Festival gezeigt werden.

51 Lang- und 34 Kurzfilme sind in diesem Jahr im Festivalprogramm zu sehen. Das Festival läuft noch bis Mittwoch.