Frankfurt/Main (dpa/lhe). Eintracht Frankfurt hat sich für das Freitagabendspiel in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen viel vorgenommen. Der Trainer erwartet ein Offensiv-Spektakel.

Vor dem Start in die heißen Saison-Wochen mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen hat Dino Toppmöller einen Appell an die Fans von Eintracht Frankfurt gerichtet. „Die Unterstützung sollte aus dem gesamten Umfeld vorhanden sein, denn alle wollen hier in der nächsten Saison internationalen Fußball sehen. Da sollten alle an einem Strang ziehen“, sagte der Eintracht-Trainer am Donnerstag.

Die Frankfurter Ultras hatten zuletzt die vom Deutschen Fußball-Bund wegen der Krawalle beim Champions-League-Spiel in Neapel ausgesprochenen Stadion- und Aufenthaltsverbote für rund 90 Personen kritisiert. Darunter könne auch die Stimmung auf den Tribünen leiden, hieß es. Der Fokus werde in nächster Zeit auf der Gruppe liegen und nicht auf der Show im Stadion.

Toppmöller nahm daher seine Profis für die Partie am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) in die Pflicht. „Wenn die Unterstützung etwas weniger ist, werden wir versuchen, in Vorleistung zu gehen und die Zuschauer auf unsere Seite zu ziehen. Für uns geht es darum, dass wir den Funken überspringen lassen und durch eine gute Leistung das Publikum emotionalisieren“, sagte der 43-Jährige und ergänzte: „Zu Hause vor 58 000 fußballverrückten Fans zu spielen, gibt uns immer einen Push.“

Im Duell mit dem Tabellen-Zehnten aus Bremen fordert Toppmöller von seiner Mannschaft eine couragierte Vorstellung von der ersten bis zur letzten Minute. „In unserer Gruppe ist immer eine große Energie, wir müssen sie aber auch auf den Platz bekommen. Wir brauchen eine hohe Aktivität gegen den Ball, müssen präsent sein“, sagte der Eintracht-Trainer.

Um die Konzentration bei allen Profis hochzuhalten, wird er seinen Kader erst am Spieltag benennen. „Die Jungs sollen sich nicht zu sicher sein und eine gewisse Schärfe im Kopf haben“, begründete Toppmöller die ungewöhnliche Maßnahme.

Verzichten müssen die Hessen auf Hugo Ekitiké. Der Stürmer fehlt wegen Adduktorenproblemen. „Es ist für uns nicht schön, dass er ausfällt, aber er ist keine Option für das Spiel“, sagte Toppmöller. Der in der Winterpause vom französischen Topclub Paris Saint-Germain ausgeliehene Ekitiké hatte nach einer längeren Anlaufzeit zuletzt zweimal von Beginn an gespielt. „Er hat in den vergangenen Wochen körperlich einen stabilen Eindruck gemacht und wäre wieder in der Startelf gewesen“, sagte Toppmöller.

Wie lange der 21 Jahre alte Franzose ausfällt, ist offen. „Ich kann keine Prognose abgeben. Es kann sein, dass es etwas länger dauert, aber auch schnell gehen. Es ist eine schmerzempfindliche Stelle“, erklärte Toppmöller dazu.

In den Kader zurückkehren wird Mittelfeldspieler Hugo Larsson, der zuletzt wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel ausgefallen war. „Er ist aber kein Kandidat für Startelf“, stellte Toppmöller klar.

Gegen Bremen erwartet er einen offenen Schlagabtausch, bei dem sein Team versuchen müsse, Druckphasen aufzubauen. „Wir wollen sie früh stressen“, kündigte Toppmöller an. Dies war zuletzt beim 0:0 gegen Union Berlin nur in der zweiten Halbzeit gelungen. Dennoch sei die Mannschaft „eher mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel gegangen“, berichtete der Eintracht-Coach und prophezeite für Freitagabend: „Es könnte ein Offensiv-Spektakel werden, bei dem wir ein Tor mehr schießen wollen.“