Hannover (dpa/lni). Der von Umweltschützern kritisierte Ausbau des Südschnellwegs in Hannover geht voran. Am Wochenende müssen sich Autofahrer aber auf Umleitungen einstellen.

Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich an diesem Wochenende im Süden von Hannover auf weitere Wege einstellen. Der Südschnellweg wird von Freitagabend (5. April, 21.00 Uhr) bis Montagfrüh (8. April, 5.00 Uhr) teilweise gesperrt, wie die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mitteilte. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Landwehrkreisel und dem Seelhorster Kreuz.

Hintergrund ist nach Behördenangaben die Arbeit an einer neuen Verkehrsführung. Die Betonleitwand in der Mitte der Schnellstraße werde abgebaut, neue Schutzeinrichtungen sollen aufgestellt werden. Auch die Auf- und Abfahrten im Bereich der Hildesheimer Straße und der Wilmerstraße stehen während der Sperrung nicht zur Verfügung. Eine erste Sperrung gibt es bereits von diesem Donnerstagabend (4. April, 21.00 Uhr), sie dauert bis Freitagfrüh und betrifft nur die Fahrtrichtung Landwehrkreisel. Tagsüber fließt der Verkehr am Freitag laut einem Behördensprecher ganz normal.

Die Straßenbehörde schafft mit der geänderten Verkehrsführung Platz für die Bauarbeit an den Leine- und Leineflutbrücken, die im dritten Quartal 2024 beginnen wird.

Der Ausbau der Schnellstraße soll helfen, den oftmals stockenden Verkehr zu entzerren. Geplant ist ein neuer Tunnel, der künftig eine marode Brücke ersetzen soll. Klimaaktivisten und Umweltschützer protestieren seit Jahren gegen das Projekt, für das schon zahlreiche Bäume im Überschwemmungsgebiet der Leine gerodet wurden. Die Gegner lehnen vor allem die geplante Verbreiterung des Südschnellwegs von 14,5 auf 25,6 Meter ab. Im Januar wurde ein Protestcamp in der Nähe der Straße geräumt.