Bremen. Nach dem Ende der Corona-Pandemie herrscht im deutschen Luftraum wieder mehr Betrieb. Die Deutsche Flugsicherung hat 2023 mehr Flugbewegungen überwacht als im Jahr zuvor.

Im deutschen Luftraum sind im vergangenen Jahr häufiger Flugzeuge unterwegs gewesen als im Jahr 2022. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) kontrollierte rund 2,8 Millionen Flugbewegungen, wie die DFS der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Das entspricht im Vergleich zu 2022 einer Zunahme von etwa 7,7 Prozent.

Mehr Flugbewegungen gab es zuletzt 2019: Damals wurden etwa 3,3 Millionen Bewegungen überwacht. Mit der Corona-Pandemie fielen die Zahlen stark: 2020 wurden etwa 1,5 Millionen Bewegungen kontrolliert, 2021 waren es rund 1,6 Millionen.

Die DFS mit Hauptsitz im hessischen Langen bei Frankfurt ist zuständig für die Sicherheit im deutschen Luftraum. Das bundeseigene Unternehmen beaufsichtigt in den Zentralen alle Flugzeuge, die nach den sogenannten Instrumentenflugregeln fliegen. Der Sprecherin zufolge ist das der Fall, wenn Piloten sich allein an den Instrumenten orientieren und beispielsweise nicht an Autobahnkreuzen, die sie von oben sehen.

Am Mittwoch feiert die DFS das fünfzigjährige Bestehen der Kontrollzentrale Bremen. Weitere Zentralen der DFS in Deutschland sind in Langen, Karlsruhe und München. Die Niederlassung in Bremen hat etwa 500 Mitarbeiter, darunter Fluglotsen, Flugdatenbearbeiter und Ingenieure. Die Lotsen koordinieren den Angaben nach bis zu 1800 Maschinen am Tag. Sie müssen sicherstellen, dass die Flugzeuge ausreichend Abstand wahren, wie die Sprecherin sagte.