Nordhorn (dpa/lni). Fußgänger machen in einem Kanal einen schaurigen Fund. Knapp zwei Wochen nach der Entdeckung der Leichenteile haben die Ermittler nun einen Verdächtigen gefunden und erste Details veröffentlicht.

Nach dem Fund von menschlichen Überresten in einem Kanal bei Nordhorn in der niedersächsischen Grafschaft Bentheim ist Untersuchungshaft für den Verdächtigen angeordnet worden. Ein Haftrichter erließ am Freitag Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags gegen den 54-Jährigen aus Nordhorn, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mitteilten. Der Mann mit ukrainischer Staatsangehörigkeit war am Tag zuvor festgenommen worden.

Zu den konkreten Tatumständen äußerten sich die Ermittler zunächst nicht. Die Klärung durch die Mordkommission dauere noch an, hieß es in der Mitteilung.

Bei dem Opfer handelt es sich den Angaben zufolge um einen 53 Jahre alten Mann aus Nordhorn mit lettischer Staatsangehörigkeit. Für den Mann war mehrere Tage vor dem Fund der Leichenteile eine Vermisstenmeldung eingegangen.

Fußgänger hatten die Leichenteile am 17. Februar in mehreren Tüten verpackt im Ems-Vechte-Kanal gefunden. Mehrere Dutzend Einsatzkräfte hatten nach dem ersten Fund die Umgebung an Land und Wasser abgesucht. Unterstützt vom Technischen Hilfswerk (THW) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren auch Taucher, Sonarboote und Drohnen im Einsatz.