Göttingen (dpa/lni). Seit Jahren wird die Göttinger Weststadt auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Nun wurden möglicherweise abermals zwei Exemplare entdeckt. Was das für die Bevölkerung bedeutet.

In Göttingen sind abermals möglicherweise Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Es gebe zwei neue Verdachtspunkte auf dem Schützenplatz in der Nähe der S-Arena, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Dort wurden in den vergangenen Jahren bereits häufiger Blindgänger entdeckt und entschärft. Nicht jeder Verdachtspunkt stellte sich allerdings bei genauerer Untersuchung auch als Blindgänger heraus.

Die zwei neuen Verdachtspunkte haben zunächst keine Auswirkungen auf die Bevölkerung, hieß es. Sie seien mit Containern, die mit Wasser gefüllt wurden, abgedeckt worden. Auch die angrenzende Halle, Heimspielstätte der Göttinger Basketball-Bundesligamannschaft, könne weiter genutzt werden. Wann die Verdachtspunkte genauer untersucht werden sollen, steht demnach noch nicht fest. Zuvor soll das Gebiet weiter untersucht werden, um möglicherweise weitere Verdachtspunkte zu entdecken. Wenn die Stellen genauer untersucht werden, muss das Stadtgebiet evakuiert werden.

2021 hatten neue Informationen des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen auf etliche Blindgängerverdachtspunkte in der Göttinger Weststadt hingedeutet. Seitdem wird die Region untersucht, zunächst vor allem der Schützenplatz. Diese Arbeiten sollen noch etwa drei Wochen dauern. Bereits mehrfach kam es zu Evakuierungen und kontrollierten Sprengungen.