Westerstede (dpa/lni). Die Zusammenarbeit hat sich bewährt: Auch weiterhin arbeiten in Westerstede im Ammerland Bundeswehr und ein ziviler Träger in einem gemeinsamen Klinikzentrum.

In Westerstede kooperieren auch künftig das Bundeswehrkrankenhaus und die Ammerlandklinik. Ein entsprechender Vertrag sei am Freitagabend von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unterzeichnet worden, sagte ein Bundeswehrsprecher. Laut Bundeswehr ist das zivil-militärische Klinik-Kooperationsmodell im Landkreis Ammerland deutschlandweit einzigartig.

Das Bundeswehrkrankenhaus und die Ammerland-Klinik bilden seit dem Jahr 2008 das Klinikzentrum Westerstede. Dort werden Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Patientinnen und Patienten versorgt. Die Zusammenarbeit umfasst neben dem medizinischen Bereich unter anderem auch die Essensversorgung, die Haustechnik und die Instandhaltung. Nun stehe eine erneute Investition für den Neubau des Klinikzentrums an, die mit rund 50 Millionen Euro von der Bundeswehr mitgetragen werde, hieß es.

Durch den gemeinsamen Betrieb von Infrastruktur, Operationssälen und medizinischem Gerät werde sowohl Soldatinnen und Soldaten als auch zivilen Patientinnen und Patienten eine Behandlung mit modernsten Operationsverfahren ermöglicht, teilte die Bundeswehr mit. Die Beschäftigten der Ammerland-Klinik und des Bundeswehrkrankenhauses arbeiten in den gemeinsam geführten Bereichen klinikübergreifend zusammen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums ist das Bundeswehrkrankenhaus Westerstede die größte militärische Behandlungseinrichtung in Nordwestdeutschland. Zu den Aufgaben des Hauses zählen neben der medizinischen Versorgung auch die Ausbildung und das Training des militärischen Sanitätspersonals für die Auslandseinsätze der Bundeswehr.