Bremen (dpa/lni). Bremen wird bei Touristen offenbar immer beliebter. Bei den Übernachtungen kann die Hansestadt den Rekord aus der Zeit vor der Pandemie übertreffen.

Noch nie haben so viele Touristen in Bremen übernachtet wie im vergangenen Jahr. Knapp 2,4 Millionen Übernachtungen verzeichnete die Hansestadt 2023, wie die WFB Wirtschaftsförderung Bremen am Donnerstag bilanzierte. Damit blieben in einem Jahr mehr Reisende über Nacht in Bremen als noch vor der Pandemie 2019.

„Wir haben in der Tat 2023 das erfolgreichste Jahr im Tourismus der Stadt Bremen“, sagte Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Die Übernachtungszahlen in der Stadt seien im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent gestiegen, im Land um 9,1 Prozent. Im Schnitt schliefen die Gäste zwei Nächte in Bremen. Mit 80 Prozent kamen die meisten Touristen aus Deutschland, aber auch Menschen aus den Niederlanden, Dänemark und Großbritannien machten demnach gerne Urlaub in der Hansestadt.

„Der Ruf von Bremen ist offensichtlich sehr gut“, sagte WFB-Geschäftsführer Oliver Rau. Die Hansestadt schneide auch mit Blick auf andere Städte gut ab. Während bundesweit die Übernachtungszahlen noch 20 Prozent hinter den Werten der Zeit vor der Pandemie liegen, habe Bremen den eigenen Rekord von 2019 sogar übertroffen.

Ab April soll die Tourismusbranche von der Bettensteuer in Bremen profitieren, die dann auch Geschäftsreisende zahlen müssen. 40 Prozent der Abgaben sollen unter anderem in Tagungen, Messen oder Sportveranstaltungen investiert werden, kündigte Vogt an. Die bundesweite Kampagne „Mehr als Märchen“ sei erfolgreich und werde fortgesetzt. Eine neue Aktion mit dem Titel „Mein Bremen ist echt“ soll Bremerinnen und Bremer Lust machen, die eigene Stadt zu entdecken.