Verden (dpa/lni). Ihr 31. Geburtstag endete tödlich. Eine Frau starb nach Stich- und Schnittverletzungen. Nun steht ein 32-Jähriger vor Gericht. Es ist der damalige Partner der Frau.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 31-Jährigen hat am Donnerstag vor dem Landgericht Verden der Prozess gegen den damaligen Partner der Frau begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 32 Jahre alten Mann Totschlag vor. Den Ermittlungen zufolge soll der Mann im September 2023 seine Freundin aus Wut gegen den Kopf geschlagen und später durch Stich- und Schnittverletzungen tödlich verletzt haben. Die Tat geschah am späten Abend ihres 31. Geburtstages, wie die Gerichtssprecherin sagte. Ihr zufolge äußerte sich der Angeklagte am ersten Prozesstag nicht zur Tat. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der Mann vor der Tat dachte, seine Freundin wolle ihn vergiften.

Der 13-jährige Sohn der Frau war am Tatabend in der Wohnung, wie die Sprecherin sagte. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Bruder der Frau versuchte, seiner Schwester zu helfen. Doch der Angeklagte soll mehrfach mit Wucht in Gesicht und Oberkörper seiner damaligen Freundin gestochen haben. Die Frau erlitt mehr als 20 Stich- und Schnittverletzungen und starb.

Nach der Tat wurde der 32-Jährige vorübergehend in den Maßregelvollzug gebracht, weil es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung gab. Inzwischen sei er aber in Untersuchungshaft, sagte die Gerichtssprecherin. Auskunft über die Schuldfähigkeit des Mannes soll demnach ein Gutachten geben. Die Kammer hat zunächst Termine bis Ende Mai geplant. Sie hat mehrere Zeugen und Sachverständige geladen.