Hannover (dpa/lni). Kinder in Niedersachsen sollen besser vor Gewalt geschützt werden. Ein von der Landesregierung eingesetztes Gremium hat Vorschläge zusammengetragen, wie das umgesetzt werden kann.

Mehr Fortbildungen in der Kinder- und Jugendhilfe, an Schulen oder bei Familiengerichten sollen helfen, Kinder in Niedersachsen besser vor Gewalt zu schützen. Das hat eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus mehreren Ministerien in ihrem Zwischenbericht vorgeschlagen, der nach Angaben der Staatskanzlei am Dienstag im Kabinett diskutiert wurde. Diese und weitere Maßnahmen sollen unter anderem im Rahmen eines Kinderschutzgesetzes umgesetzt werden. Über das Gesetz soll in diesem Jahr beraten werden, sodass es im kommenden Jahr in Kraft treten kann.

Ziel des Gremiums ist nach Angaben des Sozialministeriums die Entwicklung einer Kinderschutzstrategie. Unter der Federführung des Sozialministeriums waren das Innenministerium, das Justizministerium, das Kultusministerium, das Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie das Landesjugendamt beteiligt. Der Arbeitskreis wurde im April 2023 eingerichtet.

Niedersachsens Sozialminister Andreas Philippi (SPD) sagte, beim Kinderschutz müsse noch genauer hingeschaut werden. Deswegen seien beispielsweise neben bereits bestehenden Kinderschutzambulanzen wie in Hannover, Rotenburg und Göttingen weitere in Planung. Durch die spezialisierte Diagnostik sollen Kinder, die von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung bedroht sind, besser geschützt werden.