Stade (dpa/lni). Das Bundesverkehrsministerium bewilligt vorerst keine neuen Fördergelder zur Wasserstoffförderung mehr. Davon ist ein Projekt in Niedersachsen betroffen. Es geht um eine Millionenförderung.

Ein Wasserstoffprojekt im niedersächsischen Stade ist von einem Fördergeldstopp des Bundesverkehrsministeriums betroffen. Das teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Bei dem Projekt geht es nach Angaben eines Ministeriumssprechers etwa um Wasserstoffforschung. Es gehe um eine Bundesförderung in Höhe von rund 24 Millionen Euro.

Das Bundesverkehrsministerium bewilligt vorerst keine neuen Fördergelder zur Wasserstoffförderung mehr. Das geht aus einem internen Schreiben von Staatssekretär Stefan Schnorr hervor, welches der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag. Bereits laufende Förderprojekte seien nach bestehenden Vorschriften zu bearbeiten.

Mit Blick auf neue Projekte hieß es, im Falle einer „sachlichen und zeitlichen Unabweisbarkeit“ könne eine begründete Ausnahme ausschließlich nach Freigabe durch die Staatssekretärsebene erfolgen.

In der vergangenen Woche hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) personelle Konsequenzen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei einer Fördermittelvergabe gezogen. Wissing entschied, einen Abteilungsleiter des Ministeriums mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden, wie Schnorr am Donnerstag mitgeteilt hatte. Grund der Entlassung sei ein nicht mehr vorhandenes Vertrauensverhältnis. Zudem sei ein Referatsleiter versetzt worden. In der Sache geht es um eine Vergabe für ein Wasserstoffprojekt von 2021 in der vergangenen Wahlperiode. Auslöser der Konsequenzen waren nun bekannt gewordene Dokumente.