Hannover (dpa/lni). Kinder sind auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen. In einer Kita sollten sie sicher sein.

Ein früherer Erzieher aus einer Kita in Hannover ist wegen sexuellen Missbrauchs eines schutzbefohlenen Kindes zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt worden. Nach Angaben einer Sprecherin des Amtsgerichtes Hannover erhielt der Mann zudem ein Berufsverbot von vier Jahren und muss 2000 Euro an eine Beratungsstelle zahlen. Demnach sah das Gericht es als erwiesen an, dass der damalige Erzieher im Februar 2022 ein Mädchen beim Wickeln unsittlich im Genitalbereich berührte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ), die zuerst über das Urteil berichtete, erwägt der Mann, in Berufung zu gehen. Das Urteil wurde am Montag (19. Februar) gesprochen.

Der Prozess war im Juli 2023 vorläufig eingestellt worden, da sich eine wichtige Zeugin im Ausland aufhielt. Als diese wieder in Deutschland war, wurde die Verhandlung fortgesetzt. Die Kita, in der der Mann beschäftigt war, hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil der Leiter dort einen „Körpererkundungsraum“ eröffnen wollte. Der Plan sei nicht mit dem Träger abgesprochen gewesen, hieß es später. Er wurde nicht umgesetzt.

Dem angeklagten Erzieher wurden zunächst zwei Fälle von sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen vorgeworfen, verurteilt wurde der Mann letztlich aber nur wegen eines Falles. Der HAZ zufolge hatten Ermittler auf dem Computer des damaligen Erziehers auch vier gelöschte Bilder mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt gefunden.