Bremen (dpa/lni). Das Jahr neigt sich dem Ende zu, der letzte Monat bricht an. Mit wichtigen Spielen für Werder Bremen. Es geht um eine gute Ausgangslage für die Rückrunde.

Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist Ole Werner jetzt Trainer bei Werder Bremen. Zwei Jahre, in denen der Werder-Coach die sportlichen Ziele bislang immer erreicht hat. Aufstieg, Klassenerhalt - Werner (35) hat die Vorgaben stets erfüllt.

Damit das auch in dieser Saison der Fall ist, müssen die Grün-Weißen in den restlichen vier Partien dieses Jahres punkten. Werner hat den Schlussspurt nach der klaren Niederlage gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen (0:3) als richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf bezeichnet. „Ich sehe es schon so, dass das Richtung Weihnachten extrem wichtige Spiele für uns sind, die auch eine Richtung vorgeben können“, sagte Werner am Donnerstag. „Auch wenn man das Bochum-Spiel im Januar noch mit hineinnimmt. Uns allen ist die Wichtigkeit der nächsten Spiele bewusst“, sagte der Werder-Coach.

Werder gastiert am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim Überraschungsdritten VfB Stuttgart. Danach folgen Augsburg, Gladbach und Leipzig als Gegner, ehe die Hinrunde im Januar 2024 mit der Partie beim VfL Bochum beendet wird. „Grundsätzlich versuchen wir, in jedem Spiel zu punkten. Auch am Samstag in Stuttgart“, sagte Werner.

Doch dass dies schwer wird, ist auch dem Bremer Trainer bewusst. „Stuttgart hat einen Super-Lauf, sehr viel Qualität auf dem Platz, sie haben sehr viel Geschwindigkeit“, sagte Werner vor allem auch mit Blick auf das Sturmduo Deniz Undav, der sich in der Jugend an der Weser nicht durchsetzen konnte, und Serhou Guirassy.

„Stuttgart war schon im letzten Drittel der letzten Saison die beste Mannschaft der unteren Region. Sie haben aus der schwierigen Situation viel Rückenwind mitgenommen“, sagte der Werder-Coach. „Und sie haben einfach auch eine sehr hohe Qualität im Kader. Sie haben ein Team, das man schon in der oberen Tabellenhälfte erwarten kann. Sie stehen zurecht da oben.“

Werder belegt dagegen Platz zwölf mit nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Doch auch bei den Grün-Weißen stimmt die Tendenz, klammert man das 0:3 gegen das Über-Team von Bayer Leverkusen mal aus. Davor blieb Werder dreimal ungeschlagen, wirkte insgesamt sehr stabil. Was auch an Torwart Michael Zetterer lag, der auf jeden Fall bis zur Winterpause die neue Nummer eins sein wird.

Auch sonst wird es im Vergleich zum Leverkusen-Spiel keine großen Änderungen geben, zumal in Amos Pieper nach seinem Knöchelbruch ein weiterer Spieler lange fehlen wird. „Wir reden schon über mehrere Monate Ausfallzeit. Wir haben die Hoffnung, dass er uns im Laufe der Saison noch einmal zur Verfügung steht. Aber man muss abwarten, wie der Heilungsverlauf verläuft“, sagte Werner.

Der Ausfall des Innenverteidigers zwingt die Bremer wahrscheinlich dazu, im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. „Wir werden uns zusammensetzen und uns unsere Gedanken machen. Auch bezüglich eines Transfers in der Winterpause“, sagte Fußball-Chef Clemens Fritz.