Bremen. Mit Werder Bremen hat Leonardo Bittencourt den Klassenverbleib gefeiert. Wobei feiern nicht ganz zutrifft. Sein Saisonfazit fällt gemischt aus. Zur neuen Saison hat er einen neuen Offensivpartner.

Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt hat den Klassenverbleib von Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga nicht ausgiebig gefeiert. „Ich bin jetzt kein Typ, der den Klassenerhalt so feiert, als wenn man aufgestiegen ist“, sagte Bittencourt am Dienstag in einer Medienrunde. Ein 1:1 beim 1. FC Köln hatte den Hanseaten am Samstag zur vorzeitigen Sicherung der Bundesliga-Zugehörigkeit gereicht. „Ich habe noch ein, zwei Bier getrunken und dann ging es auch schon ins Bett.“

Mit 36 Punkten ist Werder einen Spieltag vor Saisonende gerettet - der Abstand auf den 16. Tabellenplatz beträgt vier Punkte. Der Klassenverbleib sei das Minimalziel gewesen, betonte Bittencourt. Trotzdem sei der 29-Jährige „stolz auf die Mannschaft, dass wir das geschafft haben“.

Bittencourt war in der noch laufenden Spielzeit immer wieder von krankheitsbedingten Ausfällen und auch einer Zerrung gebremst worden. „Deswegen hatte ich immer so ein Auf und Ab, musste immer wieder meiner Form ein Stück weit hinterherrennen“, sagte er. „Zum Ende hin habe ich der Mannschaft wieder das gegeben, wofür sie mich braucht.“ Insgesamt sei es eine „ordentliche Saison“ für ihn gewesen.

Die ersten Blicke richten sich bei Bremen derweil schon auf die kommende Saison. In Dawid Kownacki hatte Werder bereits den ersten Neuzugang präsentiert. Der 26 Jahre alte Stürmer kommt ablösefrei vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf an die Weser. Von der Spielweise ähnele Kownacki Werder-Stürmer Marvin Ducksch, bestätigte Bittencourt.

Ducksch ist mit zwölf Treffern in der Bundesliga-Saison Bremens zweitbester Angreifer - und wird mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Ducksch hatte aus seiner Zuneigung für Borussia Dortmund, die als mögliche Abnehmer gelten, keinen Hehl gemacht. Dagegen, dass Kownacki präventiv als Ducksch-Ersatz verpflichtet wurde, spreche, so Bittencourt, „dass er geholt worden ist, obwohl Ducksch und (Niclas) Füllkrug noch da sind“. Der Transfer spreche „für den Verein“, meinte er. „Er wird nicht geholt, um irgendeinen zu ersetzen.“