Verkehr

Bahn baut Strecke von Uelzen nach Halle aus

Ein Schild weist auf eine Baustelle hin.

Ein Schild weist auf eine Baustelle hin.

Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Hannover. Künftig können mehr Güter von den norddeutschen Seehäfen mit dem Zug in Richtung Sachsen-Anhalt transportiert werden als bisher. Dazu werde die rund 250 Kilometer lange Strecke von Uelzen über Stendal und Magdeburg bis nach Halle ab 2025 durchgehend zweigleisig ausgebaut, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Die Kosten dafür lägen schätzungsweise bei mehr als einer Milliarde Euro. Güterzüge sollten über die Verbindung in Richtung Halle und von dort in EU-Länder wie Österreich, Tschechien und die Slowakei fahren - und das Verkehrsvolumen auf der Schiene nehme weiter zu.

Nach Angaben der Bahn werden rund 70 Kilometer der Gesamtstrecke zweigleisig ausgebaut. Dafür werde das Projekt in die Abschnitte Uelzen-Stendal sowie Stendal-Magdeburg-Halle unterteilt. Diese Abschnitte sollten in getrennten, aber eng aufeinander abgestimmten Projekten ausgebaut werden. Der Streckenabschnitt von Uelzen nach Stendal solle voraussichtlich 2029 in Betrieb genommen werden, der Knoten Stendal vermutlich zu Beginn des kommenden Jahrzehnts, sagte ein Sprecher. Für den Abschnitt weiter nach Magdeburg und Halle gebe es derzeit noch keinen Termin. Künftig sollten 230 bis 270 Züge pro Tag auf der Strecke unterwegs sein - 180 davon sollten Güterzüge sein.

Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Strecke sollten von umfassenden Lärmschutzmaßnahmen profitieren, kündigte die Deutsche Bahn an. So sollten auf der Strecke zwischen Uelzen und Stendal auf einer Länge von 39 Kilometern neue Schallschutzwände errichtet werden. Bahnhöfe, Haltepunkte und Kreuzungen würden angepasst.