Energie

Bürgermeister nennt Gasversorgung sicher: Sparen nötig

dpa

Bremen. Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte sieht die Gasversorgung für Verbraucher im kleinsten Bundesland vorerst als sicher an. Es gebe eine Störung der Versorgungslage, aber nicht der Versorgungssicherheit, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag. Die Bundesregierung hat wegen reduzierter Gaslieferungen aus Russland die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Moskaus Vorgehen sei eine "politisch gewollte und gezielt eingesetzte Drosselung", sagte Bovenschulte. Präsident Wladimir Putin wolle damit "Angst erzeugen".

Bovenschulte und Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) riefen Bürger und Bürgerinnen und die Wirtschaft auf, ab sofort möglichst viel Gas und Strom zu sparen. "Alles, was jeder einzelne im Moment einspart, hilft dabei, die Gasspeicher zu füllen", sagte Schaefer. Die Speicher in Deutschland seien derzeit zu 60 Prozent gefüllt, bis zum Herbst müssten es 90 Prozent sein.

Der Bremer Strom- und Gasversorger SWB werde die Gasverstromung in seinem Kraftwerk Mittelbüren deutlich reduzieren, kündigte Vorstandschef Thorsten Köhne an. Als Reserve gebe es zwei Müllheizkraftwerke und das Kohlekraftwerk an der Weser im Stadtteil Hastedt. Auf die SWB-Kunden kämen höhere Preise zu, sagte Köhne. Nach der kommenden Erhöhung des Gaspreises um 20 Prozent zum 1. Juli sei eine weitere Erhöhung im Herbst oder Winter zu erwarten. Selbst 30 Prozent mehr wären dann angesichts eines versechsfachten Beschaffungspreises noch moderat, sagte er.

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( dpa )