Festakt

Niedersächsischer Landtag feiert 75. Jubiläum

dpa
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil spricht beim 75. Jubiläum der parlamentarischen Demokratie in Niedersachsen im niedersächsischen Landtag.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil spricht beim 75. Jubiläum der parlamentarischen Demokratie in Niedersachsen im niedersächsischen Landtag.

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Hannover. Mit einem Festakt hat der niedersächsische Landtag sein 75. Jubiläum gefeiert. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte am Freitag in Hannover: "Die Demokratie ist das Beste, was unserem Land passieren konnte, das haben jetzt 75 Jahre bewiesen." Niemals zuvor habe im Bundesland über einen so langen Zeitraum hinweg ununterbrochen Frieden, Freiheit und wachsender Wohlstand geherrscht.

Am 13. Mai 1947 kam der erste frei gewählte Niedersächsische Landtag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Laut Landtag wurde das Gebäude im Juli 1943 während des Zweiten Weltkrieges bei einem Luftangriff amerikanischer Bomber in nur zehn Minuten fast vollständig zerstört.

Im Oktober 1943 beschädigte eine Druckwelle einer Luftmine erneut die Ruine. 1957 begannen dann die Wiederaufbauarbeiten, die im September 1962 abgeschlossen waren. Von 2014 bis 2017 wurde der Landtag für 58,2 Millionen Euro umgebaut. Der Landtag hat in dieser Legislaturperiode 137 Sitze - am 9. Oktober ist Landtagswahl in Niedersachsen.

Landtagspräsidentin Gabriele Andretta (SPD) betonte, dass den ersten Landtagsabgeordneten Dank gebühre, da sie die Chancen des demokratischen Neuanfangs ergriffen hätten. Die parlamentarische Demokratie habe sich in allen Zeiten als sturmfest erwiesen.

In einem vorgespielten Video blickten einige ehemalige Landtagsabgeordnete auf ihre Zeit im Parlament zurück. Der langjährige SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Möhrmann sagte mit einem Schmunzeln, man müsse als Abgeordneter im wesentlichen Sitzfleisch mitbringen.

Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte im Video: "Selbst die größten Kritiker müssen anerkennen, dass sie ihre Kritik hier anbringen können und sie anderswo dafür negative Folgen spüren."

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( dpa )