Gesellschaft

Seniorentag legt Erklärung vor: Mehr Gerechtigkeit schaffen

dpa

Hannover. In der Debatte über gesellschaftliche Herausforderungen, Klimaschutz und Gerechtigkeit wollen die älteren Generationen an einer Lösung mitarbeiten. "Wir Älteren und Alten wollen unsere vielfältigen Erfahrungen in die Gestaltung einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft einbringen", heißt es in der am Donnerstag vorgelegten "Hannoverschen Erklärung" von 125 Seniorenorganisationen zum Deutschen Seniorentag.

Außerdem solle an einer Gesellschaft gearbeitet werden, die "allen gleiche Chancen und Entfaltungsmöglichkeiten einräumt, egal zu welcher Generation oder sozialen Gruppe sie gehören". Damit Ältere sich gesellschaftlich einbringen könnten und gehört würden, müssten die entsprechenden Bedingungen stimmen, betonte der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, Ex-SPD-Chef Franz Müntefering.

"Den Kommunen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Sie müssen finanziell in die Lage versetzt werden, Angebote zu Begegnung und Engagement für alle zu fördern", sagte der frühere Vizekanzler. Auch die digitale Teilhabe älterer Menschen müsse gestärkt werden, forderte die stellvertretende Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, Regina Görner.

In der Erklärung heißt es: "Wir Älteren wollen mit unserem Verhalten zu einer gerechteren Welt beitragen. Wir stehen in der Verantwortung, unseren Kindern und jungen Menschen ein Verständnis für eine solidarische Weltgemeinschaft und ein Leben in Frieden und geteiltem Wohlstand zu hinterlassen."

Ursprünglich war der Seniorentag als Präsenzveranstaltung in Hannover geplant - trotz steigender Corona-Infektionszahlen. Die Vernunft habe dafür gesprochen, die Präsenz aufzugeben, sagte Müntefering. Mehr als 90 digitale Veranstaltungen sind bis Freitag geplant, etwa zu Sport für Menschen mit Demenz, Einsamkeit im Alter, Seniorenstudium und rechtzeitiger Vorbereitung auf den Ruhestand. Bei den bisherigen Veranstaltungen habe es etwa so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegeben wie in Präsenz erwartet worden seien.

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( dpa )