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VW: Interner Diesel-Vergleich mit Winterkorn angemessen

dpa
Ein Logo von Volkswagen dreht sich auf dem Werk in Hannover.

Ein Logo von Volkswagen dreht sich auf dem Werk in Hannover.

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Berlin/Wolfsburg. Der Aufsichtsrat von Volkswagen hält den eigenständig verhandelten Schadenersatz-Vergleich mit Ex-Konzernchef Martin Winterkorn und weiteren früheren Topmanagern zur Abgasaffäre für angemessen - auch wenn Strafprozesse vor Gerichten noch nicht abgeschlossen sind. "Diese Verfahren stehen dem Abschluss von Vergleichsvereinbarungen nicht entgegen", sagte der Vizevorsitzende des Kontrollgremiums, IG-Metall-Chef Jörg Hofmann, am Donnerstag zu Beginn der VW-Hauptversammlung. Mehrere Aktionäre hatten angekündigt, ihre Zustimmung zu dem Entschädigungspaket zu verweigern, weil sie etwa den Umfang der Zahlungen und die Art des Deals kritisieren.

"Angesichts der umfassenden Untersuchung der Dieselthematik ist nicht damit zu rechnen, dass sich aus laufenden Verfahren neue Erkenntnisse ergeben", argumentierte Hofmann. "Daher sind Aufsichtsrat und Vorstand überzeugt, dass es im Interesse von Volkswagen ist, die Vergleichsvereinbarungen zum jetzigen Zeitpunkt abzuschließen." Die aus Beiträgen von Haftpflichtversicherern und persönlichen Beiträgen der ehemaligen Manager bestehende Gesamtsumme beläuft sich auf gut 288 Millionen Euro. Winterkorn selbst zahlt 11,2 Millionen Euro, Ex-Audi-Chef und -Konzernvorstand Rupert Stadler 4,1 Millionen Euro.

"Zwar übersteigt der durch die Dieselthematik entstandene Gesamtschaden von über 32 Milliarden Euro die Beiträge deutlich", so Hofmann. "Dieser Schaden ist aber nur zu einem vergleichsweise geringen Teil Herrn Winterkorn und Herrn Stadler zuzurechnen."

Auch politisch ist der Vergleich umstritten. So kritisierten ihn die Grünen in Niedersachsen als Vorfestlegung, ehe die Rolle der Manager juristisch geklärt sei. Das Land ist zweitgrößter VW-Aktionär. Mitte September beginnt vor dem Landgericht Braunschweig der Diesel-Betrugsprozess gegen Winterkorn und weitere Ex-Führungskräfte.

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( dpa )