Verfassung

Kinderschutzbund begrüßt geplante Verfassungsänderung

dpa

Bremen. Die Bremische Bürgerschaft will am Donnerstag die Rechte der Kinder in der Landesverfassung weiter stärken. Die Gesetzesänderung sieht unter anderem zwei ergänzende Absätze vor. Danach soll bei allem staatlichen Handeln, das Kinder betrifft, das Wohl des Kindes wesentlich berücksichtigt werden. "Sollte der aktuelle Entwurf von der Bürgerschaft angenommen werden, sind wir einen großen Schritt weiter, was die Kinderrechte in Bremen angeht", sagte Kathrin Moosdorf, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Bremen am Dienstag.

Auch für die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz könne der Formulierungsvorschlag eine gute Anregung sein. Allerdings macht Moosdorf auch klar: "Bloß weil etwas schwarz auf weiß in der Landesverfassung steht, bedeutet dies noch nicht, dass die Dinge auch konkret angegangen und umgesetzt werden. Hier gibt es in Bremen und Bremerhaven noch viel zu tun."

Die Schutzrechte für Kinder sind schon jetzt in der Landesverfassung vorhanden. Mit der Änderung sollen nun aber die Beteiligungsrechte gestärkt werden. Deswegen heißt es in dem Entwurf: "Kinder haben in Angelegenheiten, die ihre Rechte betreffen, einen Anspruch auf Beteiligung und auf angemessene Berücksichtigung ihres frei geäußerten Willens entsprechend ihrem Alter und ihrer Reife."

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( dpa )