Geschichte

Niedersachsen setzt Zeichen gegen Antisemitismus

dpa
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, spricht im Plenarsaal.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, spricht im Plenarsaal.

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Hannover. Anlässlich des Festjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Mit der Vereinbarung mit dem Verein, der das Festjahr organisiert, soll auch ein Beitrag gegen den erstarkenden Antisemitismus geleistet werden. "Der Holocaust verfolgte die Auslöschung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa. Auf immer werden die Verbrechen in Bergen-Belsen und vielen anderen Schreckensorten mit unserer Geschichte und unserem Leben verbunden sein", sagte Weil am Montag in Hannover.

"Jüdinnen und Juden haben unsere Geschichte, unsere Kultur und Identität über Jahrhunderte entscheidend mitgeprägt - lange bevor es unser Bundesland überhaupt gegeben hat. Ich freue mich sehr über das vielfältige jüdische Leben in Niedersachsen", betonte der Regierungschef. Es sei ihm aber sehr bewusst, dass auch in Niedersachsen Jüdinnen und Juden mit Anfeindungen und Antisemitismus konfrontiert seien. Deshalb setze der Kooperationsvertrag ein klares Zeichen für Zusammenhalt, ein respektvolles Miteinander und gegen jede Form von Antisemitismus, Hetze und Ausgrenzung.

Bundesweit wird das Jubiläum im Rahmen unterschiedlichster Veranstaltungen im Jahr 2021 gefeiert. Die Auftaktveranstaltung mit Bundespräsident Frank Walter Steinmeier soll am 21. Februar in Köln stattfinden. Niedersachsen wird sich gemeinsam mit jüdischen Gemeinden, Hochschulen, Schulen, Bildungsträgern, Vereinen, Stiftungen, Unternehmen, Kulturschaffenden und insbesondere mit der Villa Seligmann in Hannover am Programm des Festjahres beteiligen.

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( dpa )