Tiere

Landkreis lässt rund 100 Zuchtpferde versteigern

Vechta/Wagenfeld. Rund 100 Zuchtpferde sind am Freitag im Auftrag des Landkreises Vechta versteigert worden. "Wir freuen uns, dass die Tiere durch die Versteigerung in tierschutzgerechte Verhältnisse kommen", sagte Landkreissprecher Jochen Steinkamp. Für ein Pferd wurden demnach zwischen 700 und 7000 Euro bezahlt. Die Tiere waren dem Eigentümer wegen wiederholter Verstöße gegen den Tierschutz weggenommen worden, laut Landkreis darf er keine Pferde mehr halten. Unter den versteigerten 103 Tieren waren Fohlen sowie ausgewachsene Stuten und Hengste.

Bei der Auktion im Tierpark Ströhen in Wagenfeld im Kreis Diepholz durften wegen der Corona-Pandemie maximal 300 Bieter teilnehmen. "Der Erlös steht dem ehemaligen Besitzer zu, allerdings abzüglich der Kosten, die der Kreisverwaltung durch die Wegnahme, Auktion und Verwaltungsaufwand entstanden sind", sagte Steinkamp. Für die Versteigerung hatte das Veterinäramt das Unternehmen Mennraths aus Mönchengladbach beauftragt, das auf Auktionen für Pferde und Landwirtschaft spezialisiert ist.

Dem Landkreissprecher zufolge hatte die Verwaltung den früheren Halter zunächst aufgefordert, die Pferde selbst zu verkaufen. "Da er dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, hat die Kreisverwaltung die Tiere nach Fristablauf gesichert", sagte Steinkamp. Nach Informationen des Nachrichtenportals für das Oldenburger Münsterland "OM online" gehörten die Pferde einer Züchterfamilie aus Lohne, die sich im Detail nicht zur Sache äußern wollte. Den Vorwurf, die Pferde vernachlässigt zu haben, wies die Familie demnach zurück.