Ostsee

In den Ferien lernen – beim Segeln auf hoher See

| Lesedauer: 2 Minuten
Die „Seute Deern“ am Sonnabend im Harburger Hafen

Die „Seute Deern“ am Sonnabend im Harburger Hafen

Foto: Marcelo Hernandez / FUNKE Foto Services / MARCELO HERNANDEZ / FUNKE Foto Services

Am Sonntagmorgen begann die High Seas Summer High School. 16 Schüler segeln an Bord der „Seuten Deern“ die Ostseeküste entlang.

Hamburg.  Bis zur Weckzeit um 4 Uhr morgens konnten sie nicht warten – die 16 Jugendlichen waren schon eine Stunde früher wach. Zu aufregend ist das, was in den nächsten drei Wochen vor ihnen liegt: An Bord der „Seuten Deern“, einem 1939 in Dänemark gebautem Traditionssegler, mit dem der Reinbeker Verein Clipper DJS Jugendfahrten anbietet, segeln die 13- bis 15-Jährigen die deutsche Ostseeküste entlang.

„High Seas Summer High School“ nennt sich die Reise, die seit 2002 von der Herman-Lietz-Schule auf Spiekeroog, Deutschlands einzigem Inselinternat, angeboten wird. Sie soll den Jugendlichen einen Vorgeschmack geben auf das, was sie in der zehnten und elften Klasse erleben können: die seit 1993 stattfindende High Seas High School. Auf dem siebenmonatigen Törn segeln sie von Oktober bis April in die Karibik und wieder zurück – und lernen dabei nicht nur das Hochseesegeln, sondern werden auch laut Lehrplan unterrichtet.

Englischlernen steht währen der Sommertour im Vordergrund

Während der jetzt gestarteten Sommertour steht das Englischlernen im Vordergrund. „Normalerweise segeln wir in den Sommerferien nach Dänemark oder Schweden, wo die Schüler das Erlernte gleich ausprobieren können“, sagt Nathalie Moritz (29), die als pädagogische Projektleiterin mitfährt, während ihre Kollegin Julia Schleifer (24) für den Englischunterricht zuständig ist. Da Skandinavien als Ziel in diesem Jahr coronabedingt ausfallen müsse, werde man an der deutschen Ostseeküste entlangfahren – und dafür versuchen, an Bord ausschließlich Englisch zu sprechen – „natürlich auch die Segelkommandos.“

Durch den Nord-Ostsee-Kanal und bis nach Kiel wird noch der Motor genutzt. Erst am Dienstag werden die Segel gesetzt – und die „Seute Deern“ verwandelt sich in ein segelndes Klassenzimmer. Begleitet werden Schüler und Pädagoginnen von einer achtköpfigen Crew – alles Mitglieder des Vereins Clipper DJS, die ihr Wissen über das Segeln auf einem Traditionsschiff gerne an die Jungs und Mäcchen weitergeben.

( fru )