Tiere

Regnerisch und mild: Kröte, Frosch und Molch wandern los

Eine Kröte ist auf einer Straße in einem Wald zu sehen.

Eine Kröte ist auf einer Straße in einem Wald zu sehen.

Foto: dpa

Hannover. Die alljährliche Wanderung der Amphibien zu ihren Laichplätzen beginnt aufgrund der milden Temperaturen und des anhaltenden Regens in Niedersachsen früher als gewohnt. Im Landkreis Vechta seien Grasfrösche, Teich- und Bergmolche sowie Erdkröten schon auf Wanderung und auch in weiteren Teilen Niedersachsens machten sich die Tiere nach und nach auf den Weg, sagte Ludger Frye vom Nabu Vechta. "Die jährliche Amphibienwanderung startet damit etwa drei Wochen früher als gewöhnlich. Man muss das auch vor dem Hintergrund des Klimawandels sehen." In der Nacht zum Montag sei ein erster Wanderhöhepunkt möglich.

Viele Amphibienarten kehren zur Fortpflanzung an ihr Geburtsgewässer zurück. Die Winterquartiere wie Hecken, Kiesgruben, Wälder und auch Gärten lägen in bis zu 500 Metern Entfernung von den Laichgewässern, in denen Kröten, Frösche und Molche auf Paarungssuche gingen. "Eine gewaltige und gefährliche Strecke für die kleinen Tiere", so der Nabu, der Autofahrer um Rücksicht bat. Dazu gehöre auch, sich vor allem in den Nacht- und frühen Morgenstunden vorsichtig auf den Straßen zu bewegen und die Geschwindigkeit in den mit Schildern "Amphibienwanderung" gekennzeichneten Bereichen zu reduzieren.