Niedersachsen

Sprengstoff? Zehn Häuser nach Hinweis evakuiert

Feuerwehr-Sperrzone.

Feuerwehr-Sperrzone.

Foto: dpa

Ein Mann (37) hat in der Wohnung seiner gestorbenen Eltern eine verdächtige Substanz gefunden. Der Großeinsatz hatte Folgen.

Friesoythe. Ein 37-Jähriger hat in der Wohnung seiner gestorbenen Eltern im Landkreis Cloppenburg eine verdächtige Substanz gefunden - und einen größeren Feuerwehreinsatz samt Evakuierung ausgelöst. Aufgrund seiner Angaben mussten die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass es sich um Sprengstoff handeln könnte, wie die Polizei mitteilte.

Deshalb seien das betroffene Mehrparteienhaus in Friesoythe und neun angrenzende Häuser am Sonnabendmittag evakuiert worden. Auch Rettungsdienst und Notarzt waren vorsichtshalber im Einsatz.

Sprengstoff? Kontrollierte Sprengung

Experten des LKA Niedersachsen begutachteten die Substanz - und stellten fest, dass es sich tatsächlich um Sprengstoff handeln könnte. Der Fund wurde auf einer Ackerfläche kontrolliert gesprengt. Gegen den 37-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Er hatte früher auch in der Wohnung gelebt.

Bei der Evakuierung wollte ein Mann die Absperrung nicht akzeptieren, wie es weiter hieß. Er habe einen Feuerwehrmann körperlich angegriffen und beleidigt. Gegen ihn wurden ebenfalls Strafverfahren eingeleitet.