Kriminalität

Familiengericht entscheidet über Baby in Obhut

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.

Foto: dpa

Winsen. Das Familiengericht Winsen entscheidet kommende Woche über das Schicksal eines wegen mutmaßlicher Misshandlung in Obhut genommenen Babys. Das sagte der Anwalt der Eltern, Rüdiger Schulz-Gansen, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Das sieben Monate alte Mädchen ist vom Jugendamt des Landkreises Harburg in eine Pflegefamilie gegeben worden. Die Eltern fordern ihr Kind zurück.

Der Schilderung des Anwalts zufolge lebt die Familie aus Bulgarien im Kreis Harburg. Sie sei vor Weihnachten in Ungarn in einen Autounfall geraten. Als ihr Fahrzeug auf der Standspur stand, sei ein schweres Auto mit Anhänger aufgefahren. Mit dem verletzten Kind flogen die Eltern nach Hamburg und brachten es in Altona ins Krankenhaus.

Dort hätten Ärzte den Verdacht geäußert, dass einige der Verletzungen bereits älter seien, sagte Schulz-Gansen. Dabei handele es sich um ein Hämatom im Kopf und Brüche an den Beinen. Es gehe um die Frage, ob das Kinder gewaltsam geschüttelt worden oder gestürzt sei. Den Eltern sei aber kein Sturz bewusst.

Auf Antrag des Jugendamtes habe das Familiengericht am 9. Januar die Inobhutnahme verfügt. Das Gericht gab auch ein Gutachten zu den Verletzungen bei der Uniklinik Hamburg-Eppendorf in Auftrag. Die nächste nichtöffentliche Verhandlung soll am 21. Januar stattfinden. Das Amtsgericht Winsen bestätigte ein familiengerichtliches Verfahren. Es würden aber keine Einzelheiten genannt.