Agrar

Niedersachsen will vom Bund Änderungen an Düngeverordnung

Barbara Otte-Kinast (CDU), Landwirtschaftsministerin Niedersachsen.

Barbara Otte-Kinast (CDU), Landwirtschaftsministerin Niedersachsen.

Foto: dpa

Hannover. Im Streit um eine verschärfte Düngeverordnung verlangen Landwirtschaftsministerium und Umweltministerium gemeinsam vom Bund Nachbesserungen. Der Grundwasserschutz sei wichtig. "Die berechtigten Interessen der Landwirte dürfen dabei jedoch nicht aus dem Blick geraten", teilten beide Ministerien am Donnerstag in Hannover mit.

Unter anderem fordern Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und Umweltminister Olaf Lies (SPD) den Bund auf, von einer pauschalen Reduzierung der Düngung in den Gebieten mit hoher Grundwasserbelastung ("rote Gebiete") Abstand zu nehmen. Das ist einer der Kernkritikpunkte der Landwirtschaft an der geplanten Verschärfung der Düngeverordnung. Landwirte befürchten unter anderem Ertragseinbußen, weil die Pflanzen nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.

"Grundsätzlich sollen nur die Landwirte mit Maßnahmen belastet werden, deren Düngeverhalten ursächlich für das Nitratproblem ist", fordern Otte-Kinast und Lies. Auch Dauergrünland solle von der pauschalen Reduzierung von 20 Prozent ausgenommen werden. "Soweit im Dauergrünland bedarfsgerecht gedüngt wird, besteht dort kein Risiko für unser Grundwasser", sagte Lies.