Klima

Studie: Eingriffe in Arktis stoppen Klimawandel nicht

Eisschollen in der Arktis.

Eisschollen in der Arktis.

Foto: dpa

Bremerhaven. Der globale Klimawandel ließe sich auch dann nicht aufhalten, wenn in der Arktis Millionen von Pumpen künstlich Eis erzeugen würden. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) gekommen. Nach einem Vorschlag von US-Forschern sollten mehrere Millionen windgetriebene Pumpen in der Arktis verteilt werden. Sie sollten im Winter Meerwasser auf das Eis aufbringen, damit es auf der Oberfläche anfriert. Dadurch könnten eisfreie Sommer in der Arktis um mehrere Jahrzehnte hinausgezögert werden. Die sommerliche Erwärmung der Arktis würde so um mehrere Grad abgeschwächt, teilte das AWI am Donnerstag mit.

Die dadurch verstärkte Reflexion des Sonnenlichts wäre jedoch nicht ausreichend, um den Klimawandel außerhalb der Arktis zu bremsen, heißt es in Mitteilung.

Die AWI-Wissenschaftler griffen mit dem Modell eine Idee von US-Forschern aus dem Jahr 2017 auf. Sogenannte Geo-Engineering-Ideen werden immer wieder diskutiert. Mit dem Begriff werden Hightech-Eingriffe bezeichnet, die die Erderwärmung bremsen sollen. Die AWI-Studie wurde in der Fachzeitschrift "Earth's Future" veröffentlicht.