Fußball

Jan Rosenthal: Wahrnehmung von Depression hat sich geändert

Der 2009 verstorbene Torhüter Robert Enke.

Der 2009 verstorbene Torhüter Robert Enke.

Foto: dpa

Hannover. Die Wahrnehmung von Depressionen im Fußball hat sich nach Angaben von Robert Enkes ehemaligem Mannschaftskollegen Jan Rosenthal seit dem Suizid des früheren Nationaltorhüters geändert. "In vielen Vereinen gibt es inzwischen Menschen, die damit anders umgehen als früher", sagte Rosenthal der "Nordwest Zeitung" (Freitag): "Denn früher hieß es oft: "Du musst weiter machen, Du darfst jetzt nicht schwach sein." Da hat in vielen Bereichen schon ein Umdenken stattgefunden."

Der frühere Offensivspieler wisse von einem Spieler, bei dem es einen Todesfall in der Familie gegeben habe. "Das ist von dem Verein äußerst sensibel nach außen abgeschirmt worden, und dem Spieler wurde gesagt: "Du hast jetzt andere Sorgen als Fußball, kümmer' Dich erstmal um Deine Familie.""

Rosenthal spielte von 2005 bis 2009 gemeinsam mit Enke bei Hannover 96. "Er hat mich als Mensch beeindruckt und mich für mein eigenes Handeln inspiriert", sagte er über den ehemaligen National-Torhüter. Robert Enke hatte sich am 10. November 2009 das Leben genommen.