Museumsschiff

Gutachten: "Seute Deern" ist "konstruktiver Totalschaden"

Traditionssegler "Seute Deern" am zweiten Tag der Bergung.

Traditionssegler "Seute Deern" am zweiten Tag der Bergung.

Foto: dpa

Im Abschlussbericht zum Zustand der hölzernen Bark heißt es, dass Außenhaut, Kiel und Unterraum komplett zerstört sind.

Bremerhaven. Gutachter haben dem beschädigten Museumsschiff "Seute Deern" einen "konstruktiven Totalschaden" bescheinigt. Im Abschlussbericht zum Zustand der hölzernen Bark heißt es, dass Außenhaut, Kiel und Unterraum zu hundert Prozent zerstört seien, wie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven am Freitag mitteilte. Bei einer Sanierung müsste das Schiff zu 75 Prozent ersetzt werden. Eine Instandsetzung wäre somit faktisch ein Neubau.

Aufgrund einer Empfehlung der Gutachter wird das Schiff nun nicht wie ursprünglich geplant in ein Schwimmdock im nahen Kaiserhafen gebracht. Der Stiftungsrat des Museums berät am Mittwoch (23. Oktober) in einer Sondersitzung über die Zukunft der "Seute Deern". Die 100 Jahre alte Bark war im August nach einem Wassereinbruch auf Grund gesunken. Später wurde das Schiff gehoben, es läuft aber weiter Wasser hinein.