Roller

E-Scooter bald auch in niedersächsischen Städten?

Auf dem Testgelände des DESY-Forschungszentrums sind die Elektro-Roller bereits im Einsatz. Unsere Reporterin kommt zu einem gemischten Urteil.

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Während unter anderem Oldenburg mit Anbietern verhandelt, hält sich Lüneburg noch zurück. Kritik vom Umweltbundesamt.

Hannover. Zweieinhalb Monate nach der Einführung von E-Scootern in Deutschland führen mehrere Städte in Niedersachsen Gespräche mit möglichen Verleihern. In Braunschweig, Osnabrück und Oldenburg könnten womöglich im kommenden Jahr Elektor-Tretroller zum Ausleihen aufgestellt werden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In Lüneburg und Göttingen gibt es in naher Zukunft hingegen keine konkreten Pläne in diese Richtung.

Seit Mitte Juni sind E-Scooter auf den Straßen erlaubt. In und um Hannover kam es bereits zu zwei Unfällen, bei denen sich die Fahrerinnen der E-Scooter jeweils schwer verletzten. Generell sieht die Polizei dort aber bisher keine größeren Probleme mit den neuen Fortbewegungsmitteln, für die es Regeln gibt. Unter anderem dürfen die Tretroller nicht schneller als 20 Kilometer pro Stunde fahren. Das Mindestalter für E-Scooter-Fahrer liegt bei 14 Jahren, eine Helmpflicht gibt es nicht. Rollerfahrer müssen den Radweg nutzen.

Das Umweltbundesamt kritisierte währenddessen, dass E-Scooter besonders in den Innenstädten nicht zu "nachhaltiger Mobilität" beitrügen. Die Präsidentin der Behörde, Maria Krautzberger, fordert deshalb: "Deutlich mehr wäre geholfen, wenn die Anbieter die E-Scooter in den Außenbezirken aufstellen. Hier kann es durchaus sinnvoll sein, die zu lange Strecke zu Bus oder Bahn schnell mit dem E-Scooter anstatt mit dem Auto zu überbrücken."