Lüneburg

Bürgermeister fordert nach Absturz Aus für Flugbetrieb

Ein zerstörtes Segelflugzeug liegt nach dem Absturz in einem Wohngebiet.

Ein zerstörtes Segelflugzeug liegt nach dem Absturz in einem Wohngebiet.

Foto: dpa

Nach der Kollision zweier Segelflieger will Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge den Flugbetrieb sofort einstellen lassen.

Lüneburg. Nach dem Absturz eines Segelflugzeugs in Lüneburg hat Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) ein schnelles Verbot des Flugbetriebes in der Stadt gefordert. Der Rat der Stadt hatte nach Angaben einer Stadtsprecherin bereits 2014 mehrheitlich entschieden, den Pachtvertrag für den Flughafen 2020 enden zu lassen.

"Der Unfall zeigt, dass wir mit unserer Entscheidung richtig liegen, dass wegen der Gefahr für die Menschen, die in den Wohngebieten im Osten Lüneburgs leben, der Flugplatz so schnell wie möglich geschlossen werden muss", sagte er am Montag. "Wir werden daher die Luftfahrtbehörde auffordern, keinen Flugbetrieb von Segelfliegern oder Motorsportflugzeugen über dem bewohnten Stadtgebiet mehr zuzulassen und das möglichst mit sofortiger Wirkung."

Ein Pilot wurde schwer verletzt

Nach der Kollision mit einem zweiten Segelflugzeug war am Sonntag ein Segelflieger abgestürzt, das Flugzeug schlug in einem Wohngebiet auf. Der 56-Jährige konnte sich per Fallschirm retten, wurde aber schwer verletzt. "Er erlitt Frakturen, ist aber ansprechbar", sagte ein Polizeisprecher. Der 70 Jahre alte Pilot des anderen, ebenfalls beschädigten Flugzeugs konnte notlanden.

Die Unglücksursache war zunächst weiter unklar. "Die Ermittlungen des zuständigen Luftfahrtbundesamtes werden noch eine ganze Weile andauern", sagte der Polizeisprecher. "Vermutlich wurde das Heckleitwerk der abgestürzten Maschine bei der Kollision abgerissen." Laut Polizei wurden keine Menschen von herabstürzenden Teilen getroffen, auch größere Sachschäden durch Trümmer gab es nicht.