Kindergärten

Grüne und FDP fordern drei Erzieher pro Kindergarten-Gruppe

Fabian Salin, Erzieher im Kindergarten Rumpelwichte gibt Kindern auf einer Schaukel Schwung.

Fabian Salin, Erzieher im Kindergarten Rumpelwichte gibt Kindern auf einer Schaukel Schwung.

Foto: dpa

Hannover. Die Grünen und die FDP im niedersächsischen Landtag wollen langfristig die Zahl von drei Erziehern pro Kindergarten-Gruppe gesetzlich festschreiben. Ab dem 1. August 2030 sollen in jeder Kita-Gruppe mit mindestens 17 belegten Plätzen drei Betreuer zur Verfügung stehen, heißt es in einem gemeinsamen Gesetzentwurf der beiden Oppositionsparteien.

"Es ist nicht mehr zeitgemäß, dass in den Gruppen der Drei- bis Sechsjährigen zwei Fachkräfte für 25 Kinder zuständig sind. Das ist Betreuung, aber keine Bildung", sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Björn Försterling, der Deutschen Presse-Agentur. Daher wolle man einen festen Betreuungsschlüssel von einem Erzieher für acht Kinder. Mit der Frist bis 2030 werde darauf Rücksicht genommen, dass derzeit nicht genug Fachkräfte zur Verfügung stehen. "Bis dahin muss das Land genug Erzieher ausbilden."

Am Dienstag wollen Ministerpräsident Stephan Weil und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) die Vereinbarung zum "Gute-Kita-Gesetz" unterzeichnen. Das Land will insgesamt 301 Millionen Euro aus Bundesmitteln in frühkindliche Bildung investieren - unter anderem sollen auch mehr Erzieher ausgebildet und eingestellt werden. Ein genauer Betreuungsschlüssel sei bei den Plänen der rot-schwarzen Landesregierung aber nicht festgelegt, kritisierte die Bildungsbeauftragte der Grünen, Julia Willie Hamburg. "Die Bundesmittel würden jetzt die Chance bieten, drei Erzieher pro Kita-Gruppe zu finanzieren."