Soziales

Aktionsplan Inklusion: Nahverkehr, Bildung, Wohnraum

Carola Reimann (SPD), Sozialministerin von Niedersachsen. 

Carola Reimann (SPD), Sozialministerin von Niedersachsen. 

Foto: dpa

Hannover. Ein Interessenverband für Menschen mit Behinderung hat mit Blick auf einen Aktionsplan Inklusion einen barrierefreien öffentlichen Nahverkehr und mehr behindertengerechten Wohnraum gefordert. Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann will am Montag einen Plan zur gleichberechtigten und selbstbestimmten Teilhabe von Menschen mit Behinderung vorstellen.

Beim aktuellen Stand ist nach Angaben des Sozialverbands Deutschland davon auszugehen, dass der Bahnverkehr in Niedersachsen möglicherweise nicht wie geplant bis 2022 komplett barrierefrei sein wird. "Vor allem im ländlichen Raum wird das Thema barrierefreier Busverkehr nach wie vor vernachlässigt", sagte die Sprecherin des Sozialverbands, Stefanie Jäkel, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Weiter kritisiert die Interessenvertretung, dass die Abschaffung der Förderschulen mit Schwerpunkt Lernen aufgeschoben werde. Nach den Plänen der früheren rot-grünen Landesregierung sollten die Förderschulen für Schüler mit Lernproblemen auslaufen. Später vereinbarten SPD und CDU jedoch in ihrem Koalitionsvertrag, die Existenz von Förderschulen zu verlängern.

Außerdem fordert der Verband die Überarbeitung der Wohnraumförderung, um den Bau von barrierefreien Wohnungen voranzutreiben. Derzeit sei bezahlbarer, behindertengerechter Wohnraum in Niedersachsen Mangelware.