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Säure-Opfer froh über "Tochter und einen liebevollen Mann"

Vanessa Münstermann blickt in die Kamera.

Vanessa Münstermann blickt in die Kamera.

Foto: dpa

Hannover. Vanessa Münstermann, Opfer eines Säure-Anschlags aus Hannover, hat ihr Leben drei Jahre nach der Attacke eines Ex-Freundes nach eigenen Worten wieder im Griff. "Was wäre sonst aus mir geworden? Ich wäre immer noch irgendeinem Schönheitsideal hinterhergehechelt", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "O.k., ich sehe jetzt beschissen aus. Aber ich habe eine Tochter und einen liebevollen Mann zu Hause."

Ihr Ex-Freund hatte der Kosmetikerin im Februar 2016 Säure ins Gesicht geschüttet, seitdem ist ihre linke Gesichtshälfte entstellt. Der Mann wurde im August 2016 zu einer zwölfjährigen Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.

Im vergangenen Mai wurde Münstermann zum ersten Mal Mutter. Wie sie sich nach dem Verbrechen zurück ins Leben kämpfte, beschreibt die junge Frau - am Dienstag (19.) wird sie 30 Jahre alt - in ihrem Buch "Ich will mich nicht verstecken". Es erscheint am Dienstag (19.) im Rowohlt Taschenbuch Verlag.