Umwelt

Gemeinsame Meeresplanung soll nach Brexit weitergehen

Möwen fliegen an einem Strand an der Nordsee.

Möwen fliegen an einem Strand an der Nordsee.

Foto: dpa

Hamburg. Nach einem möglichen Brexit würde die ohnehin komplexe gemeinsame Meeresplanung in Nordeuropa noch komplizierter. Die Zusammenarbeit mit Großbritannien in der länderübergreifenden maritimen Raumordnung sollte aber auch in diesem Fall fortgesetzt werden, erklärten Teilnehmer der internationalen Fachkonferenz "Connecting Seas" am Mittwoch in Hamburg. Dort haben sich unter der Regie des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) Vertreter aller elf Anrainerstaaten von Nord- und Ostsee zusammengefunden, um ihre Planungen auf dem Meer miteinander abzustimmen.

"Eine grenzüberschreitende Planung wird immer wichtiger", sagte eine Sprecherin. "Schifffahrtsrouten und erneuerbare Energien konkurrieren um Flächen, gleichzeitig ist die Meeresumwelt zu schützen." Die internationale Zusammenarbeit funktioniere hervorragend. Nun müssten bereits bestehende Raumordnungspläne von einzelnen Anrainerstaaten zusammengeführt werden. Die Nordsee als eines der meistbefahrenen und meistgenutzten Meere neu zu vermessen und nachhaltig zu gestalten sei nur eine der Aufgaben, die grenzüberschreitend abzustimmen seien.

Im Einzugsbereich der Nordsee leben rund 80 Millionen Menschen, bei der Ostsee sind es 85 Millionen. Beide Meere gehören zu den verkehrsreichsten Seegebieten weltweit und werden gleichzeitig genutzt für Fischerei, Tourismus, Verteidigung, Rohstoff- und Energiegewinnung und Wissenschaft.