Polizei

Drei Monate elektrisch fahren: Polizei zieht positive Bilanz

Elektro-Polizeimotorräder fahren auf einer Straße.

Elektro-Polizeimotorräder fahren auf einer Straße.

Foto: dpa

Osnabrück. Gut drei Monate nach dem Start der bundesweit ersten Polizei-Elektromotorräder auf dem Festland zieht die Polizeidirektion Osnabrück eine positive Bilanz. "Die Kollegen sagen, die Kräder sind sehr zuverlässig, sehr handlich und viel leichter im Vergleich zu vorher", sagte Sprecher Marco Ellermann. Mitte Oktober hatte Innenminister Boris Pistorius (SPD) der Polizei in Osnabrück und Leer die Elektroräder übergeben. Schon seit Mai 2017 ist auf Borkum das erste Elektro-Geländemotorrad unterwegs.

Weil es keine Kupplung habe, sei es bei vielen Einsätzen einfacher zu fahren als ein konventionelles Krad. Auch die moderne Funktechnik, die es den Polizisten erlaube, auch nach Absteigen vom Rad online zu bleiben, komme bei den Beamten gut an, sagte Ellermann. Die Reichweite von rund 250 Kilometern sei für die Stadt ausreichend.

Die E-Bikes hätten auch im Ausland Interesse gefunden: Die Osnabrücker Polizei habe Anfragen von Kollegen aus den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz bekommen.

Das Land Niedersachsen will die Ausstattung der Polizei mit Elektrofahrzeugen vorantreiben. Insgesamt hat die Polizei landesweit rund 4400 Fahrzeuge, die meisten mit Dieselantrieb. Zum Jahresende 2018 waren davon 71 Hybrid- und 46 rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Dazu zählen auch die insgesamt sechs E-Motorräder. 2019 soll etwa jedes zehnte neu beschaffte Fahrzeug des Polizeifuhrparks elektrisch sein.