Brände

Moorbrand: Zweifel an Risikoeinschätzung der Bundeswehr

Katja Keul (Die Grünen) spricht im Bundestag.

Katja Keul (Die Grünen) spricht im Bundestag.

Foto: dpa

Berlin. Die Grünen ziehen nach dem Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände bei Meppen die Entscheidungsgrundlage für die brandauslösenden Raketentests in Zweifel. Angesichts der hohen Kosten für eine Verschiebung der Tests von etwa 500 000 Euro und dem daraus resultierenden Kostendruck, stelle sich die Frage, ob der Brandschutz bei der Risikobewertung nicht zurückgestanden habe, sagte die Bundestagsabgeordnete Katja Keul (Grüne) am Freitag.

Das Verteidigungsministerium wies die Darstellung umgehend zurück: "Die Kosten für Schießvorhaben spielen keine Rolle bei der Beachtung von Sicherheitsvorschriften. Dieses schließt den Schutz von Personen, Brandschutz und den Umweltschutz mit ein", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage.

Keul bezog sich auf eine Antwort des Verteidigungsministeriums, über die das ARD-Hauptstadtstudio am Dienstag zuerst berichtet hatte. Danach wurden für die Raketentests - im Jargon: "Schießkampagne" - am 3. September 792 000 Euro eingeplant. "Ungefähr 70 Prozent wären bei einer Verschiebung der Schießkampagne erneut angefallen", heißt es in der auch der dpa vorliegenden Antwort vom 15. November. Der Brand war nach wochenlangen Arbeiten erst am 10. Oktober endgültig gelöscht worden.