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Schwerbehinderter darf kostenlos Borkum-Fähre nutzen

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer.

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer.

Foto: dpa

Leipzig. Die Fährverbindung zwischen Borkum und Emden gilt als Nahverkehr und ist damit für Schwerbehinderte kostenlos. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag entschieden und damit die Revision des Fährbetreibers Ems AG abgewiesen. Geklagt hatte vor mehr als sechs Jahren der 77 Jahre alte und schwerbehinderte Borkumer Bruno Haenelt. Seiner Ansicht nach ist die mehr als zwei Stunden dauernde Fahrt von der Nordseeinsel nach Emden für alltägliche Besorgungen notwendig.

Zuvor war der Fall am Verwaltungsgericht Oldenburg und dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg verhandelt worden. In erster Instanz hatte das Gericht die Feststellungsklage abgewiesen, 2016 hatte Haenelt bei der Berufung Erfolg. Dagegen wiederum hatte die Reederei Revision eingelegt, die das Bundesverwaltungsgericht nun abwies.