Urteile

BGH hebt Urteil zum gewaltsamen Tod einer Ehefrau auf

Bückeburg/Lauenau (dpa/lni) – Der Prozess um den gewaltsamen Tod einer 42-jährigen Frau aus Lauenau im Kreis Schaumburg muss neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil des Landgerichts Bückeburg auf, das den Ehemann zu elf einhalb Jahren Haft verurteilt hatte. Die Richter sprachen den damals 46-jährigen Handwerksmeister im Januar 2017 nach einem Indizienprozess des Totschlags schuldig. Sie sahen es als erwiesen an, dass der Mann seine Frau im Sommer 2015 im Affekt mit einer Holzlatte niedergeschlagen und sie dann mit einer über den Kopf gezogenen Tüte erstickt hatte, weil er mit seiner Geliebten zusammenleben wollte.

Der Angeklagte, der stets seine Unschuld beteuerte, hatte jetzt mit seiner Revision Erfolg. Weil das Landgericht einen Beweisantrag der Verteidigung mit einer fehlerhaften Begründung abgelehnt habe, werde das Urteil mit seinen Feststellungen aufgehoben, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten BGH-Beschluss. Der Fall muss nun von einer Strafkammer am Landgericht Hildesheim neu aufgerollt werden.